items sponsort Grillwurstbier: Tech Szene am Monstergrill

Zum dritten Mal vernetzt sich die Münsteraner TechSzene mit bereits etablierten Unternehmen bei Grillwurst und Bier. Am 29.08.2019 startet das von digitalhub Münster organisierte Event. items wirkt auch in diesem Jahr als Sponsor mit.
In ungezwungener Atmosphäre treffen Startups, Techies und Forscher auf Corporates und Investoren.

29.August 2019 | Kreativkai Hafen Münster | ab 17:00 Uhr

Lokale Angebote vernetzen: Das Stadtwerk als digitaler Hub

citylinkEine Stadt ist ein komplexes Ökosystem, das über eine hohe Anzahl unterschiedlichster Marktplätze verfügt. Sie stellt wirtschaftliche Mechanismen wie den Einzelhandel und Lager bereit, bietet Mobilität, religiöse Institutionen, Freizeit sowie kulturelle Einrichtungen und vieles mehr. Bei dieser Vielzahl von Akteuren und deren Angeboten können die Bürger eine große Anzahl an Produkten konsumieren, die eine Gemeinsamkeit aufweisen: In der Regel findet keine Vernetzung der lokalen Angebote statt. Die in Münster beheimatete items GmbH will mit der Plattform CityLink die Möglichkeit schaffen, all diese Angebote in einer App zu bündeln und so einen Lückenschluss zwischen dem Stadtwerk, unterschiedlichsten Produktanbietern und den Konsumenten zu vollziehen.

Hier geht es zum vollständigen Beitrag in e | m | w

Mit LoRaWAN zum Hauswächter

Die Stadtwerke Solingen sind für den diesjährigen Stadtwerke-Award  nominiert. Mit dem Projekt HauswächterPlus erweitert das kommunale Unternehmen seine digitale Infrastruktur und bietet Privatkunden eine attraktive Smart-Home-Lösungen.

Mittels einer App kann der Kunde seinen Haushalt einfach überwachen und auch steuern. Mit dem HauswächterPlus zeigen die Stadtwerke Solingen ein ausgereiftes Selbstverständnis als digitaler Versorger und Dienstleister.

In einem nächsten Ausbauschritt wird das Produkt durch eine Verknüpfung von 80 intelligenten Straßenlaternen im Solinger Stadtgebiet erweitert. Über das LoRaWAN-Netz sollen künftig als Basis für Smart-City-Anwendungen zunehmend lokale Umweltdaten bereitgestellt werden, zum Beispiel die UV-, Stickoxid-, oder CO2-Belastung. items, als IT-Dienstleister der Stadtwerke, entwickeln die LoRaWAN Infrastruktur und stehen den Stadtwerken Solingen als Umsetzungspartner zur Seite.

Von der IoT-Wertschöpfungskette zum Geschäftsmodell

IoT: Eine Wertschöpfungskette für Praktiker

Buzzwords wie Smart City oder das Internet of Things geistern schon lange durch den Raum. Viele Stadtwerke testen bereits ihre ersten Prototypen mit LoRaWAN und planen bei einzelnen Use-Cases einen größeren Rollout wie z. B. bei der Überwachung von Ortsnetztransformatoren.

Ein flächendeckender Einsatz eines IoT-Netzes für eine Vielzahl von Use-Cases bedeutet jedoch die Etablierung von standardisierten Prozessen, um einen ordnungsgemäßen Betrieb des IoT-Netzes, wie auch der Use-Cases sicherzustellen.

In diesem Zusammenhang soll der Beitrag einen groben Überblick über die einzelnen Themen des Geschäftsfeldes IoT geben. Die Darstellung der Übernahme einzelner Aufgaben durch bestimmte Rollen ist exemplarisch zu betrachten und kann in der Praxis je nach Mindset des Stadtwerks abweichen.

Überblick Geschäftsfeld IoT items
Geschäftsfeld IoT

Einzelthemen im Bereich IoT – Was ist zu tun?

Hardware als Fundament des IoT

Das wichtigste in einem Funknetz ist die notwendige Sensorik und Aktorik. Hierfür sind in der Regel spezielle Hardwarekomponenten teils hochspezialisierter Hersteller erforderlich. Gerade bei einem flächendeckenden Rollout ist es erforderlich, industrietaugliche Hardware mit entsprechender Zertifizierung zu verwenden. Der Einsatz selbstgebauter und teilweise mangelhaft zusammengesetzter Hardware ist nicht zu empfehlen, da sich diese mit hoher Wahrscheinlichkeit als zu fehleranfällig erweisen kann. Gerade Zertifizierungen und Hardwaretests etc. sind sehr zeit- und kostenintensiv, so dass diese nicht durch Stadtwerke übernommen werden sollten. Lediglich für einzelne Spezialfälle kann ggf. eine Ausnahme gemacht werden.

Softwareanbindung

Neben einer funktionierenden Hardware ist ebenso die Software für die Verwaltung der Sensorik sowie des jeweiligen Anwendungsfalls zu berücksichtigen. Diese muss ggf. an das jeweilige IT-System des Stadtwerks angepasst werden. Gerade das Thema Schnittstellen ist hierbei von hoher Bedeutung, da die Software des Herstellers evtl. auch Daten aus dem eigenen Datenhub benötigt. Hierfür wird in der Regel auf den Dienstleister der verwendeten IoT-Plattform zurückgegriffen.

Technische Beratung & Implementierung

In der Praxis erweist es sich oft als schwierig, die geeignete Hardware zu identifizieren. Gerade im Kontext von LoRaWAN existiert eine Vielzahl fehleranfälliger und nicht funktionsfähiger Hardware. Hier kann auf die Expertise von Dienstleistern und Hardwareherstellern zurückgegriffen werden, die bereits erste Erfahrungen in der Praxis gemacht haben. Gleiches gilt für IoT-Softwarelösungen, die einen hohen Unterschied im Reifegrad aufweisen können.

Die technische Implementierung übernimmt dabei in der Regel der beauftragte Dienstleister.

Strategie- und Produktentwicklung

Bei den Themen Smart City und Internet of Things handelt es sich im Grunde um ein Querschnittsthema, das nicht in Form einzelner Projekte gesehen werden sollte, sondern ganzheitlich zu betrachten ist. Die Entwicklung des eigentlichen Produktes ist dann sehr individuell zu betrachten; der Leistungsanteil zwischen dem Stadtwerk, Dienstleister und Hardwarehersteller kann dabei sehr stark schwanken.

Sensorinstallation & Vertrieb

Die Installation der Sensoren vor Ort findet grundsätzlich durch das Stadtwerk statt, das bereits heute über das notwendige Wissen durch den Betrieb von Infrastruktur verfügt. Ggf. kann dies der Kunde des Stadtwerks auch selbst tun, wenn es sich um ein B2B- oder B2C-Geschäftsmodell handelt. In der Praxis wird meistens mit internen Use-Cases begonnen, um erste Erfahrungen mit IoT-Anwendungsfällen zu sammeln.

Vom Projekt in den Betrieb

Field-Service – die Basis für IoT

Wie bereits erwähnt, besteht ein IoT-Netz aus einer Vielzahl miteinander vernetzter Sensoren. Diese müssen auf der einen Seite implementiert und auf der anderen Seite ggf. in regelmäßigen Abständen überprüft werden. Spätestens bei batteriebetriebener Sensorik muss am Ende des Lebenszyklus ein Wechsel der Batterie erfolgen. Darüber hinaus werden für den jeweiligen Anwendungsfall unterschiedliches Wissen und Fähigkeiten benötigt.

So benötigt ein einfacher Temperatursensor innerhalb eines Gebäudes keine Installation durch eine zertifizierte Fachkraft, während die Montage eines Wasserzählers in Schächten eine qualifizierte Ausbildung erfordert. Gerade das breite Spektrum an Anwendungsfeldern erfordert ein hohes Maß an Kompetenzen, die in der Regel innerhalb eines Energieversorgungsunternehmens vorzufinden sind.

Nicht nur die Installation und Wartung von Sensoren wird im Field-Service mitberücksichtigt, sondern auch die der notwendigen Gateways, wenn es sich beispielsweise um ein LoRaWAN-Netz handelt, das durch das Energieversorgungsunternehmen selbst betrieben wird.

Netzbetrieb LoRaWAN

Betreibt ein Energieversorgungsunternehmen selbst ein IoT-Netz, wie zum Beispiel ein LoRaWAN-Netz, dann ist die Übernahme der Tätigkeit des Netzbetriebs notwendig, wie es auch heute schon bei Energieversorgungsnetzen der Fall ist. Bei einem LoRaWAN-Netz ist zum Beispiel darauf zu achten, dass nicht alle Sensoren mit dem Spreading-Faktor 12 senden, da ansonsten die Datenübertragung gestört werden kann.

Darüber hinaus kann es im operativen Betrieb auch zu einer Störung der Gateways kommen. Diese können sich beispielsweise aufhängen und müssen neugestartet werden. Dies kann u. a. per Remote-Zugriff oder Unterbrechung der Stromverbindung erfolgen. Das genaue Vorgehen ist jedoch abhängig von der jeweiligen Technologie.

IT-Betrieb

Neben dem Betrieb des Netzes ist auch der Betrieb der IT-Infrastruktur erforderlich. Dies umfasst zum einen den Betrieb der erforderlichen Server und zum anderen das Einspielen neuer Releases.

Anwendungsbetrieb und Betreuung

Die IoT-Lösungen bestehen in der Regel aus einer Kombination von Hard- und Softwarelösungen. Gerade IT-Systeme benötigen diesbezüglich eine Anwendungsbetreuung, um auf Fehler im System, Anwendungsfragen wie auch Fragen nach potentiellen Features reagieren zu können.

Nach ITIL wird dabei zwischen dem First-, Second- und Third-Level-Support differenziert. Der Third-Level-Support wird in der Regel vom Hersteller der Sensorik bzw. der Entwicklungsfirma der Softwarelösung durchgeführt. First- und Second-Level-Support können durch einen IT-Dienstleister übernommen werden. In der Praxis gibt es dazu oft vereinbarte Rahmenverträge über eine bestimmte Laufzeit.

Fachbereich Stadtwerk

Bei IoT-Anwendungsfällen ist zu differenzieren, welche Art von Use-Cases umgesetzt und betrieben werden. Bei internen Prozessen, wie zum Beispiel der Überwachung von Ortsnetztrafostationen mittels LoRaWAN-fähiger Sensorik, ist der jeweilige Fachbereich für den ordnungsgemäßen Betrieb der Sensorik sowie den Einsatz der Softwarelösung verantwortlich.

Kundenservice B2B und B2C

Neben internen Use-Cases gibt es ebenfalls Produkte für den B2B- und B2C-Bereich. Hierfür ist ein Kundensupport seitens des Energieversorgungsunternehmens notwendig. Sensorik muss ggf. bestellt und dem Kunden zur Verfügung gestellt werden. Eine klassische Delivery-Kette bis zum Endkunden ist aufzubauen. Daneben ist ein Kundensupport zu etablieren, der Störungen und Fehler aufnimmt sowie dem Kunden beratend zur Seite steht.

Fazit

Alles in allem ist festzuhalten, dass das Geschäftsfeld IoT aus einer Vielzahl von Einzelthemen und Betriebsprozessen besteht. Die konkrete Ausgestaltung der Details der Prozesse ist abhängig von den jeweiligen Use-Cases, wobei ein Field-Service, der Netzbetrieb, der IT-Betrieb sowie eine Anwendungsbetreuung immer notwendig sind. Generell ist in der Praxis immer der Beginn mit internen Anwendungsfällen zu empfehlen.

 

Marcel Linnemann

Innovationsmanager / Energiewirtschaft items GmbH

LoRaWAN: Haben Sie ihr Verteilnetz im Griff?

Die Energiewende – eine Aufgabe für das Verteilnetz

Spätestens durch Fridays for Future und die letzte Europawahl, verbunden mit dem Aufschwung der Grünen, ist das Thema Klimapolitik und Energiewende wieder in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Bis 2050 sollen 80% der Energieerzeugung aus Erneuerbaren Energien kommen und andere Sektoren wie u. a. die Mobilität auf Erneuerbare Energien umgestellt haben.

Dies bedeutet vor allem für Netzbetreiber eine enorme Kraftanstrengung. Wurde Strom früher grundsätzlich in großen konventionellen Kraftwerken produziert und top-down zum Kunden transportiert, findet die Energiewende vor allem im Verteilnetz statt. Bereits heute werden 95% aller Neuanlagen im Verteil- und Mittelspannungsnetz installiert. Durch die zunehmende Anzahl an volatilen Erzeugungsanlagen steigt die Komplexität der Netzsteuerung.

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Das Verteilnetz – eine Blackbox

Historisch gesehen unterliegen die Verteilnetze jedoch dem Problem, dass es an der notwendigen Transparenz mangelt. Im Gegensatz zum Höchst- oder Hochspannungsnetz verfügt das Verteilnetz nicht über eine Sensorik, die Auskunft über den Ist-Zustand des Netzes gibt. So ist es in der Regel nicht bekannt, wie stark Betriebsmittel im Verteilnetz belastet werden. Für eine aktive Netzsteuerung benötigt man jedoch eine Datenbasis sowie notwendige Aktoren, die auf Basis der Informationen Netzsteuerungsmaßnahmen durchführen können.

Als erster Schritt werden in der Branche derzeit intelligente Messsysteme diskutiert, durch die Vernetzung von Erzeugungsanlagen Informationen über Anlagen über 7 kW Leistung und Verbraucher mit einem Verbrauch größer 6.000 kWh liefern sollen. Da jedoch die Messwerte mit einem zu großen Zeitverzug und ggf. in einer zu geringen Auflösung bereitgestellt werden sowie nur ein geringer Teil mit intelligenten Messsystemen ausgestattet wird, ist vor allem eine Überwachung von Betriebsmitteln wie zum Beispiel Transformatoren und Leitungen notwendig.

Das Herzstück des Netzes – die Transformatoren

Gerade Assets im Netz, die für eine top-down-Betriebsweise mit einer langen Lebensdauer ausgelegt sind, sind für die Anforderungen der Energiewende nicht ausgelegt. So sind Transformatoren im Verteilnetzen nicht in der Lage, Strom zurück auf höhere Netzebenen zu transformieren. Erste Lösungen stellen regelbare Ortsnetztransformatoren dar, die besser mit stärken Netzschwankungen umgehen können. Diese haben jedoch wie die herkömmlichen Transformatoren dasselbe Problem, der Netzbetreiber erhält keine Information über den Zustand und die Auslastung seines Betriebsmittels. Lediglich der Stufenschalter bei regelbaren Ortsnetztransformatoren regelt sich wie bei Transformatoren im Höchstspannungsnetz automatisiert.

Mittels LoRaWAN-fähiger Sensorik ist es bereits heute möglich, Transformatoren zu überwachen. Durch die Messung der Spannung, Stromstärke sowie der Phasenverschiebung können kostengünstig die Schein-, Wirk- und Blindleistung je Transformator berechnet werden. Durch die Messung kann außerdem die Auslastung des Transformators bestimmt werden, welche die Lebensdauer beeinflusst. Aus diesem Grund werden in der Praxis Transformatoren in Teillast von max. 70% betrieben, da mit zunehmender Last die Betriebstemperatur steigt und die Isolierung schneller zerstört wird. Durch einen zusätzlichen Temperatursensor könnte darüber hinaus auch ein thermisches Alterungsprofil je Transformator unter Berücksichtigung des Transformatorentyps berechnet werden. Die Daten können dann in den jeweiligen Fachsysteme oder über die 104-Schnittstelle in der Netzleitwarte visualisiert werden.

Gerade unter Berücksichtigung der Anforderungen der Energiewende können so erste Schritte eingeleitet werden, um Betriebsmittel fit für die Erneuerbaren Energien zu machen.

Trafostationen

Private Ladeinfrastruktur netzdienlich steuern

Im Verteilnetz geht es jedoch nicht nur um erneuerbare Energieerzeugungsanlagen oder Transformatoren. Vor allem das Thema private Ladeinfrastruktur im Verteilnetz ist durch die perspektivische Zunahme der Elektromobilität von wesentlicher Bedeutung, da der Gleichzeitigkeitsgrad im Verteilnetz dadurch in bestimmten Zeitfenstern stark ansteigt. Bislang wurde in der Gesetzgebung lediglich die öffentliche Ladeinfrastruktur geregelt, die demnächst mit einem intelligenten Messsystem auszustatten ist.

Für private Ladeinfrastruktur gibt es jedoch bislang nur eine unzureichende Regelung. Zwar kann vom §14a EnWG Gebrauch gemacht werden, dies geschieht in der Praxis bislang jedoch nur selten. Es besteht für den Netzbetreiber allerdings die Möglichkeit, eine Steuerungsmöglichkeit über die technischen Anschlussbedingungen festzulegen.

Zur Steuerung dieser benötigt der Netzbetreiber jedoch geeignete Infrastruktur, die das Einspielen von Ladeprofilen nach dem OCPP-Protokoll erlaubt. Hierfür laufen bereits die ersten Piloten mittels LoRaWAN. Ziel ist die Entwicklung einer intelligenten Steuerung, welche die Ladeleistung je Auslastung des Netzes reguliert. Gerade bei Stichleitungen ist dies notwendig, wenn eine höhere Ladeleistung installiert ist, als technisch zur Verfügung steht.

Erster Schritt Informationstransparenz

Oft wird gerade im Zusammenhang mit Netzsteuerung vom intelligenten Netz oder Smart Grid gesprochen. Mit dem Ansatz des Monitorings von Betriebsmitteln, wie Trafostationen oder Ladekurven von privater Infrastruktur, kann bereits ein Mehrwert generiert werden. Instandhaltungsprozesse können durch die Ermittlung des thermischen Alters optimiert, Netzplanungsprozesse durch das Monitoring effizient angepasst werden. Bis zur vollständigen Umsetzung des Smart Grid ist es sicherlich ein langer Weg, allerdings können bereits heute die ersten Fundamente für das Netz von Morgen gelegt werden.

 

Marcel Linnemann

Innovationsmanager / Energiewirtschaft items GmbH

items supportet Osnabrück: Osnahack und LoRaWAN

Die Stadtwerke Osnabrück veranstalten vom 27.06.19 – 28.06.19 einen Hackathon. Im Rahmen der digitalen Woche Osnabrück, bei der in 70 Veranstaltungen Themen rund um Digitalisierung, Virtual Reality, Datenschutz, Künstliche Intelligenz, Arbeitswelt im Wandel und Social Media vorgestellt werden, bildet der Hackathon die perfekte Plattform für Programmierer, IT-Experten, Entwickler, Macher und sonstige Interessierte, in kleinen Teams Lösungen und Prototypen für eine smartere City zu entwickeln.
items unterstützt nicht nur die Stadt Osnabrück auf dem Weg zur Smart City, sondern supportet auch den Osnahack.

Viel Erfolg und digitale Erlebnisse wünschen wir Osnabrück in diesen Tagen.

Das Event-Highlight für Experten der Energie- und Versorgungswirtschaft | „items-Jubiläumsforum“ vom 15.05.19 – 16.05.19

Das Event-Highlight für Experten der Energie- und Versorgungswirtschaft | „items-Jubiläumsforum“ vom 15.05.19 – 16.05.19

#Innovation nachhaltig gestalten

Münster, 02. Mai 2019 Anlässlich ihres 20-jährigen Firmenjubiläums veranstaltet die items GmbH mit ihrem diesjährigen items-Jubiläumsforum ein ganz besonderes Event. Bei der Fachtagung am 15.05 und 16. 05 2019 am Veranstaltungsort Ostbevern fühlt items der digitalen Transformation in der Energie- und Versorgungswirtschaft auf den Zahn. Experten aus dem Umfeld von Stadtwerken, Versorgungsunternehmen, ÖPNV und IT, genauso wie Gründer von Startups und Vertreter aus der Forschung erörtern gemeinsam mit mehr als 150 geladenen Gästen die Chancen und Herausforderungen neuer digitaler Technologien für das Stadtwerk von morgen.

Neben aktuellen Trends und Innovationen aus den Bereichen urbane Transformation, Smart City und E-Mobilität geht es um Themen wie SAP- und Office-Solutions, Fragen zum Kundenmanagement oder neuen agilen Arbeitsweisen in Stadtwerken und Versorgungsunternehmen. Technologische Innovationen, wie das Internet-der-Dinge (IoT), Blockchain, Künstliche Intelligenz und Big Data sowie daraus resultierende Anwendungen nimmt das items-Jubiläumsforum ebenso in den Blick, wie Fragen zur Cyber-Security, Marktkommunikation und Sektorenkopplung. Dabei wird der IT-Dienstleister aus Münster von einem hochkarätigen Referententeam unterstützt. Experten vom Fraunhofer Institut, der SAP SE, der DENA und unterschiedlichen Versorgungsbetrieben stehen den Gästen der Tagung für alle Fragen zur Verfügung.
Diese Fülle an Fachthemen umfasst auch das Leistungsspektrum der items. Seit Gründung im Jahr 1999 hat sich das Profil der items in den darauffolgenden 20 Jahren angesichts der Liberalisierung der Energiemärkte und tiefgreifender Veränderungen in der Branche sehr gewandelt. Es hat sich geschärft und weiterentwickelt. „Wir sind heute nicht nur leistungsfähiger Partner für nachhaltige Transformationsprozesse unserer Kunden, sondern auch Plattformanbieter und Integrator für Produkte und Services, die effiziente und agile Geschäftsmodelle fördern und somit die Basis für Innovationen bieten“, bekräftigt Ludger Hemker, Geschäftsführer der items GmbH.

Gründungsgeschäftsführer Hemker ist stolz zu sehen, wie sich items von einem reinen IT-Dienstleister zu einem Impulsgeber entwickelt hat, der seine Kunden richtungsweisend unterstützt. 1999 ist items mit 30 Mitarbeitern gestartet. Heute beschäftigt items insgesamt 300 Mitarbeiter. „Wir wachsen seitdem gemeinsam mit unseren Kunden und den Herausforderungen der Digitalisierung und Transformation in der Branche“, betont Hemker. „Die items ist geprägt von einem kontinuierlichen organischen Wachstum durch konsequente Weiterentwicklung von kundenzentrierten Services“, so Hemker weiter. Denn auf sich verändernde Markt- und Kundenanforderungen hat items von Beginn an mit der Bereitstellung von angepassten Leistungen und Produkten reagiert.

Waren es zu Beginn in erster Linie IT-Beratungs- und Serviceleistungen, die items ihren Kunden bereitstellte, ist es heute ein breites, vielfältiges Service-Portfolio, das die items als Full-Service-Anbieter an Kompetenzen und Produkten vorhält. Hinzugekommen sind zahlreiche neue Dienstleistungen, die insbesondere auf die digitale Transformation sowie Branchenanforderungen an IT-Systemarchitekturen in Unternehmen und Städten (Smart City) abgestimmt sind. Hierzu zählen beispielsweise der Aufbau und die Umsetzung von Use-Cases in LoRaWAN-Netzen, die Umsetzung von Cloud-Lösungen, die Weiterentwicklung der erfolgreichen Billing-Plattform Billing4us, genauso wie die App CityLink oder die gemeinsam mit dem Innovationsnetzwerk Energieloft aus Aachen erstellte Innovationsplattform myinnoHUB zur Förderung einer Innovationskultur in Stadtwerken und Versorgungsunternehmen.

In Zukunft wird items ihre bestehende Rolle als Plattformanbieter und Integrator verstärkt als Trendsetter und Kooperationsbasis ausfüllen, um den Transformationspfad engagiert und gemeinsam mit Kunden, Partnern und Mitarbeitern fortzusetzen. Denn trotz aller Technologien geht es bei der digitalen Transformation um die Gestaltung einer nachhaltigen modernen Arbeitswelt für Menschen sowie um Produkte und Prozesse, die diese im Unternehmensumfeld unterstützen. Mit Serviceleistungen in den Bereichen IT-Operations, Beratung und Prozessdienstleistungen begleitet items Prozesse und Projekte ihrer Kunden aus Energiewirtschaft und ÖPNV – und das bereits seit 20 Jahren erfolgreich!

Silke Gärtner
Managerin Marketing & Corporate Communication
items GmbH | Hafenweg 7 | 48155 Münster
Postanschrift: Postfach 7609 | 48041 Münster
Fon: +49 251 20 83-13 01 | Mobil: +49 151 40 18 81 37 |www.itemsnet.de

Sitz der Gesellschaft: Münster | Geschäftsführer: Dipl.-Ing. Ludger Hemker |
HRB 5491 des Amtsgerichtes Münster

Über items:

Die items hat sich als Full-Service-IT-Dienstleister für die Versorgungsbranche und den ÖPNV in den Jahren seit ihrer Gründung 1999 einen Namen gemacht. Hinter dem Begriff “Full-Service” verbirgt sich ein Dienstleistungsangebot, das die komplette Wertschöpfungskette von der Beratung über die Anwendungsbetreuung, die IT- und Applikations-Services bis hin zu Geschäftsprozess-Services abdeckt. Mit 300 Mitarbeitern mit theoretischem und praktischem Wissen, Betriebs- und Beratungs-Know-how sowie IT- und versorgungswirtschaftlicher Kompetenz sorgt items an fünf Standorten dafür, dass sich Kunden ganzheitlich betreut und in ihren Prozessen verstanden fühlen. items pflegt langfristige Kundenbeziehungen und ist eng mit der Branche vernetzt.

weiterführend Produkt und Veranstaltungsinformationen

Unternehmenswebsite: www.itemsnet.de
Veranstaltungswebsite: www.itemsforum.de
City Link | Plattform: www.citylink.de
myinnoHUB | Innovationstool: www.myinnohub.de
itemsblogging | Unternehmensblog: www.itemsblogging.com

items-Forum 2019

In diesem Jahr erwartet Sie Besonderes. items wird ZWANZIG Jahre jung.

Ein Grund mehr, mit Ihnen auf unserer jährlichen Fachtagung zu feiern und tiefgründig auf die Themen zu blicken, welche die digitale Transformation unserer Zeit bereithält.

Veränderung zu leben heißt auch, Mut zu zeigen und offen neuen Herausforderungen ins Auge zu blicken. Das macht man am Besten im Austausch mit Menschen, die ganz ähnliche Anforderungen im täglichen Umgang mit den neuen digitalen Technologien haben und die aufgeschlossen sind, sich auszuprobieren und über Pro und Contra zu diskutieren.

Mit unseren thematischen Schwerpunkten aus den Bereichen Innovation, E-Mobilität, künstlicher Intelligenz, SAP und Office-Solutions geben wir unseren Gästen die Möglichkeit, sich punktuell zu informieren und live am Wissenstransfer teilzunehmen. Wir richten unseren Fokus auf die Fragestellungen, mit welchen Technologien sich das Stadtwerk von Morgen agil und nachhaltig entwickeln kann und wie neue Produkte und Prozesse zu flexiblen Lösungen der modernen Arbeitswelt für Mitarbeiter beitragen können.

Genießen Sie das alles in bester Gesellschaft!

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

In wenigen Tagen erhalten Sie Ihre Einladung direkt in Ihr Postfach.

Alle Infos unter www.itemsforum.de

LoRaWAN & 450connect ein Duo mit Zukunft?

Keine Smart City ohne Connectivity

Kaum ein Tag vergeht an der nicht über die Weiterentwicklung unserer Städte diskutiert wird. Ob über die Energieversorgung von Morgen wie bei Fridays for Future, unzureichende Verkehrsinfrastruktur oder überhöhte Luftschadstoffwerte. Probleme haben unsere Städte viele, doch in einem sind sich alle einig: Die Stadt der Zukunft soll Smart bzw. Intelligent werden.

Wer nach Definitionen zum Thema Smart City sucht wird schnell feststellen, dass es Kern um die Vernetzung von Assets geht, welche miteinander agieren und kommunizieren, um einen Mehrwert für die Bürger der Stadt zu erzielen. Das erforderliche Fundament ist somit eine kostengünstige Connectivity für tausende von Assets, welche eine Smart City entstehen lassen.

Im Versorgerumfeld fallen dabei immer zwei Namen 450connect und LoRaWAN. Doch welche Technik eignet sich wann und welche Vorteile bieten die zwei Technologien?

Ein Duo mit Gegensätzen

Grundsätzlich lässt sich bei der Analyse der beiden Technologien feststellen, dass Sie grundlegend verschieden für unterschiedliche technische Anforderungen sind. LoRaWAN ist den sogenannten Low Power Area Networks zuzuordnen. Diese zeichnen sich vor allem durch ihre energiesparende Betriebsweise aus, welche jedoch nur über eine geringe Bandbreite von einigen Kilobits pro Sekunde verfügt. Als Frequenz nutzt LoRaWAN das unlizenzierte Frequenzband von 864 MHz.

Die Technologie 450connect basiert hingegen auf der CDMA-Technologie und nutzt das lizensierte 450 MHz Band, wodurch es auch LTE unterstützt. Dadurch kann ein Upload von bis zu 1,5 Mbit/s und Download von bis zu 9 Mbit/s erzielt werden. Durch die höhere Bandbreite ist jedoch keine energiesparende Betriebsweise möglich.

Der Vertrieb und Betrieb der Infrastruktur findet in Deutschland durch das Unternehmen 450connect statt, welche eine Tochtergesellschaft der Alliander aus den Niederlanden ist, die dort die 450 MHz-Infrastruktur betreibt. Die Technologie muss als Dienstleistung bezogen werden. Ein Betrieb des Netzes durch die Stadtwerke ist nicht möglich.

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©items GmbH

Der Use Case bestimmt die Technik

Welche Technologie zu welchem Zeitpunkt notwendig ist, hängt in der Regel vom jeweiligen Use Case ab. Ist eine hohe Bandbreite wie z. B. bei intelligenten Messsystemen notwendig, wo bereits ein Firmwareupdate 100 MB groß sein kann, ist eine Umsetzung mittels LoRaWAN nicht möglich. Der Duty Cycle muss dabei auch nicht beachtet werden. Jedoch benötigen vernetzte Assets mit 450connect eine aktive Stromversorgung, was bei der Umsetzung der Use Cases zu berücksichtigen ist. Ein Use Case wie die intelligente Mülltonne könnte mit 450connect somit nicht realisiert werden, da jede Mülltonne eine Stromversorgung benötigt.

Zur Umsetzung des Use Cases Smart Waste wäre hingegen LoRaWAN viel geeigneter, da die Übermittlung eines Füllstandes eine geringe Bandbreite erfordert und LoRaWAN-Sensorik keine aktive Stromversorgung benötigt.

Herausforderung kritische Infrastruktur

Gerade im Versorgerumfeld ist zwischen zwei Arten der Infrastruktur zu differenzieren. Kritische Infrastrukturen werden in der Regel als besonders schützenswert eingestuft. Oft muss eine Überwachung oder Steuerung in Echtzeit garantiert werden, wie z. B. bei Schalthandlungen im Stromnetz. Hierfür ist eine Technologie wie 450connect sinnvoll.

Unkritische Use Cases wie z. B. der Überwachung von Mülltonnen oder Parkplätzen kann hingegen mittels LoRaWAN realisiert werden. Hier bietet das Sensorik-Ökosystem von LoRaWAN einen entscheidenden Vorteil gegenüber 450connect, dass Sensorik sich klar auf das Thema Metering fokussiert.

Ein sinnvolles Duo LoRaWAN & 450connect

Grundsätzlich ist festzughalten, dass LoRaWAN und 450connect zwei sinnvolle Bausteine für eine Smart City darstellen. 450connect legt einen besonders starken Fokus auf den Bereich kritische Infrastruktur speziell das Thema Metering und Stromnetze. Durch die hohe Bandbreite und Echtzeitfähigkeit können die hohen regulatorischen Anforderungen für kritische Infrastrukturen eingehalten werden.

LoRaWAN verfügt mit seinem Ökosystem über eine größere Anwendungsvielfalt im Kontext Smart City, wobei Use Cases auch im Batteriebetrieb realisiert werden können. Niedrige Bandbreiten verhindern jedoch zum Teil die Umsetzung von Use Cases. Beide Technologien stellen somit ein sinnvolles Duo zur Erhebung und Weiterverarbeitung von Daten dar, welche in einer IoT-Plattform zusammengeführt werden können.

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450connect die ungewisse Zukunft

Unsicherheit bei der Verwendung von 450connect gibt es jedoch hinsichtlich der Weiterverwendung der 450 MHz Frequenz. Bis zum Jahr 2020 verfügen lediglich zwei Unternehmen über die Nutzungsrechte. Wie eine Weiterverwendung ab dem Jahr 2020 aussieht ist bislang unklar. Es wird jedoch seitens der Energiewirtschaft eine Reservierung der Frequenz für kritische Infrastruktur durch die BNetzA angestrebt. Hierfür ist jedoch eine Umwidmung der Frequenz erforderlich.

Daneben wäre ebenfalls eine Verlängerung der Frequenznutzugsrechte nach § 55 Abs.9 TKG möglich, wenn der BNetzA konkrete Investitionsvorhaben angezeigt werden. Eine regionale Zuteilung für jeden einzelnen Netzbetreiber ist nach § 2 Abs.2 Nr.7 TKG und § 55 Abs.5 Nr.4 TKG nicht möglich, weswegen weiterhin von einem zentralen Betriebsmodell auszugehen ist. Darüber hinaus ist bei einer Zuteilung der Frequenz für 2020 zu beachten, dass bei einer höheren Nachfrage eine Ausschreibung verpflichtend ist. Dabei entscheidet allein das höchste Gebot. Dies könnte ab dem Jahr 2020 einen Anstieg der Kosten der Datenübertragung bedeuten, um die Kosten des Vergabeverfahrens zu decken. Die weitere Entwicklung bleibt also abzuwarten.

Marcel Linnemann
Innovationsmanager Energiewirtschaft | items GmbH

 

Das Paradoxon im Bereich E-Mobility: Ladesäulen fördern und doch verhindern

E-Mobilität – jeder will sie, doch wann kommt sie?

Elektromobilität, Dieselskandal oder Feinstaubwerte sind längst keine Themen mehr, die bei den Bürgern großes Interesse hervorrufen. Schon seid knapp 10 Jahren plant die Politik die Erreichung des Ziels von mehr als 1 Millionen Elektrofahrzeugen, doch bislang sind immer noch nur ein paar Zehntausend Fahrzeuge auf dem Markt.

Auch die Diskussion, was zur Weiterentwicklung der E-Mobilität zuerst notwendig ist – die Ladeinfrastruktur oder das Elektroauto – ist eher ein leidiges Dauerthema. Die Politik beantwortet die Frage ganz klar mit der Antwort Ladeinfrastruktur. So stellen der Bund, das Land und die Kommunen unterschiedliche Fördertöpfe zum Ausbau der Ladeinfrastruktur bereit.

Der Europäische Fahrplan für Ladeinfrastruktur

Gleiches gilt für die Europäische Union, die mit dem neuen Beschluss  der Gebäude und Energieeffizienzrichtlinie im Mai 2018 einen ersten Ausbauplan für Ladeinfrastruktur vorgesehen hat. Demnach muss ab dem Jahr 2020 für alle neuen Nichtwohngebäude und die, die einer größeren Renovierung unterzogen werden sowie die über mehr als 10 Parkplätze verfügen, mindestens ein Ladepunkt bereitgestellt werden. Für jeden 5. Stellplatz müssen die notwendigen Schutzrohre für eine spätere Installation von Ladepunkten installiert werden. Die Verlegung von Schutzrohren für jeden Parkplatz gilt auch für alle neuerrichteten Wohngebäude bzw. diejenigen, die einer größeren Renovierung unterzogen werden, wenn diese über mehr als 10 Parkplätze verfügen. Ab 2025 ist darüber hinaus für alle Gebäudetypen, die mehr als 20 Parkplätze haben, eine einheitliche Regelung durch den Nationalstaat zu treffen.

Von einer Pflichtausstattung mit Ladepunkten bzw. Schutzrohren kann nur in folgenden Fällen abgesehen werden:

  • Für alle Gebäude, für die ein Antrag auf Befreiung vor dem 10.3.2021 gestellt wird
  • Bei Bedrohung der Netzstabilität
  • Wenn die Kosten für die Lade- und Leistungsinstallation die Gesamtkosten der Renovierung um mehr als 7% überschreiten
  • Öffentliche Gebäude, die ähnlichen Bedingungen der 2017/94/EU unterliegen

Bild1_EU-Winterpaket

Das E-Mobilitätsparadoxon – keine Ladepunkte im ländlichen Raum

Insgesamt scheint der Fahrplan klar. Ladeinfrastruktur wird durch Steuergelder subventioniert, um die E-Mobilität weiter voran zu bringen. Doch ist das wirklich so? Gerade der jetzige Ausbau von Ladeinfrastruktur leidet unter zwei wesentlichen Problemen: Die Art der Fördervergabe sowie der Genehmigungspflicht von Ladepunkten durch den Netzbetreiber.

Im energiewirtschaftlichen Kontext ist die Marktrolle des Ladesäulenbetreibers nicht dem Netzbetreiber oder Vertrieb zuzuordnen. Vielmehr agiert er im freien Wettbewerb und unterliegt ökonomischen Zwängen. Ladeinfrastruktur wird folglich dort errichtet, wo der bestmögliche Profit zu erwarten ist. Dadurch entsteht Ladeinfrastruktur vor allem in dichtbesiedelten Gebieten bzw. an Verkehrsknotenpunkten wie z. B. Autobahnen. Der ländliche Raum wird völlig vernachlässigt, da der Betrieb einer Ladesäule nicht wirtschaftlich realisierbar ist. Netzbetreiber können diese Aufgabe aus rechtlichen Gründen nicht übernehmen, weswegen perspektivisch von einer Ungleichverteilung auszugehen ist. Auch das sich noch in der Gesetzgebung befindende EU-Winterpaket verspricht keine Besserung. Es unterstützt weiterhin das Betriebsverbot von Ladeinfrastruktur durch den Netzbetreiber auf Grund seiner Monopolstellung.

Das E-Mobilitätsparadoxon – Zustimmungspflicht für Ladesäulen

Die wichtigste Entscheidung, die wahrscheinlich starke negative Auswirkungen auf den Ausbau von Ladeinfrastruktur hat, ist die Neufassung der Niederspannungsverordnung. Demnach muss in Zukunft jeder Ladepunkt vom Netzbetreiber genehmigt werden. Erhält der Ladesäulenbetreiber keine Genehmigung, ist eine Errichtung nicht möglich. Die Genehmigungsfrist beträgt zwei Monate, wobei dem Netzbetreiber keine Konsequenzen drohen, wenn er diese Frist nicht einhält.

Daher ist von einer Praxis auszugehen, nach der Netzbetreiber nicht auf Anträge reagieren, um den Prozess zu verzögern, und ggf. Ladeinfrastruktur des eigenen Vertriebs fördern. Genauso wird das Netz durch dieses Instrument nicht auf die zukünftigen Anforderungen vorbereitet. De facto hat der Gesetzgeber dem Netzbetreiber ein Werkzeug in die Hand gegeben, den Ausbau von Ladeinfrastruktur aktiv zu verzögern. So steht die Gefahr im Raum, dass Steuergelder in Millionenhöhe für Ladeinfrastruktur bereitgestellt, aber nicht genutzt werden können, und zudem Ladeinfrastruktur nur in Ballungsgebieten installiert wird, wo sie bereits eh schon vorgesehen sind.

 

Marcel Linnemann

Innovationsmanager | items GmbH

Münsterhack: Gemeinsam programmieren für die Gemeinde (Nordrhein-Westfalen)

Beim jährlichen Entwickler-Marathon, dem Münsterhack, trifft sich die Tech-Szene und entwickelt digitale Lösungen, um die eigene Stadt noch lebenswerter zu machen. Die items GmbH und der Digital Hub münsterLAND veranstalten den 2-tägigen Hackathon und werden dabei unterstützt durch die Stadt Münster, die Stadtwerke Münster und die Unternehmensgruppe Aschendorf, die verschiedene Datensätze zur Verfügung stellen, um eine Grundlage für die Entwicklungen zu schaffen. Bislang sind viele tolle Ideen und Lösungen durch die Teams erschaffen worden, die durch eine Experten-Jury bewertet werden.

 

Lesen Sie hier mehr zum Konzept des Münsterhacks:

Münsterhack: Gemeinsam programmieren für die Gemeinde (Nordrhein-Westfalen)

items präsentiert auf der E-world digitale Plattformen für Innovationskultur und digitale Infrastruktur

 

items E-World
Rainer Schimm/©MESSE ESSEN GmbH

Münster | Essen (18.01.2019)
Auf der E-world energy & water, dem Branchentreffpunkt der europäischen Energiewirtschaft, präsentiert items in Halle 3, Stand 445 innovative IT-Werkzeuge und IoT-Anwendungen für die kommunale Energie- und Wasserwirtschaft. Das Münsteraner IT-Unternehmen präsentiert seine Kernleistungen aus Infrastruktur und Cloudservices, Anwendungsberatung, Kooperationstemplate sowie Prozessservices. Daneben richtet sich in diesem Jahr der Fokus nutzerorientiert und pragmatisch auf den Ausbau smarter Applikationen für das Stadtwerk von morgen. Vom 5. – 7. Februar 2019 erfahren Messebesucher im Detail, wie sich Innovationen in einem Unternehmen systematisch fördern lassen, sich Stadtwerke zum digitalen Infrastrukturdienstleister wandeln können und wie sich über eine Plattform alle Angebote einer Stadt vernetzen lassen. Zudem präsentiert items den Prototypen der MaKoChain auf Basis der Blockchain-Technologie.

„items begleitet viele Stadtwerke in ihrem nachhaltigen Transformationsprozess in bestehenden und neuen Geschäftsfeldern. Wir verstehen uns als Integrator für Kunden, Produkte und Services und als Impulsgeber für agile Entwicklungen und deren Umsetzung. Mit unseren Innovationsprodukten machen wir den digitalen Wandel z. B. beim gemeinsamen Aufbau von Smart Cities erlebbar“, so Ludger Hemker, Geschäftsführer der items GmbH.
items stellt erstmalig das Produkt myinnoHUB vor, ein leistungsstarkes IT-Werkzeug für das Stadtwerk von morgen in Form einer digitalen Plattform, mit dem sich Innovationsprozesse managen lassen und welches klar und strukturiert, kreative Neuerungen im Unternehmen fördert und hilft, sie bis zur Umsetzung zu bringen. Ein maßgeschneidertes Tool, um die Innovationskultur und die Innovationsfähigkeit eines Unternehmens zu fördern. Diese Plattform entwickelt items mit dem Partner Energieloft.

Ein zweiter Messeschwerpunkt wird im Bereich IoT gesetzt. Auf Basis der LoRaWAN-Technologie ist es items gelungen, eine solide Grundlage für Smart Cities zu schaffen und damit Stadtwerken in der Rolle als digitaler Infrastrukturdienstleister zu unterstützen. Mit dem Niedrigenergie-Funknetz LoRaWAN können Mobilität, Stadtplanung, Energie und Kommunikation zukunftsweisend verbunden werden. items hat dazu im vergangenen Jahr erfolgreich Pilotprojekte initialisiert und unterstützt nun ihre Kunden beim technischen Roll-Out, dem Aufbau eigener IoT-Produkte und der Umsetzung konkreter IoT-Anwendungen für interne Prozesse, Geschäftskunden, kommunale Träger und Endkunden.

Darüber hinaus stellt items eine neue Plattform für die lokale Wirtschaft vor, mit der sich das bunte Ökosystem einer Stadt, mit seinen unterschiedlichen Akteuren und Angeboten, digital vernetzen lässt. CityLink ist eine smarte Lösung für das Stadtwerk, um als kommunaler Player neue Geschäftsfelder zu generieren und einen nativ digitalen Kundenzugang zu erhalten, abseits der klassischen Energiethemen.
Außerdem freuen wir uns, auf unserem Messestand die MaKoChain zu präsentieren, ein Prototyp für den Lieferantenwechsel auf Basis einer Blockchain. „Die Blockchain-Technologie bietet in diesem Zusammenhang das Potenzial, den Prozess der Marktkommunikation deutlich zu verschlanken sowie Technologie- und Medienbrüche zu reduzieren. Dabei bleibt eine hohe Sicherheit und Vertraulichkeit beim Datenaustausch gewährleistet“, fasst Alexander Sommer, Leiter Innovation und Transformation der items GmbH zusammen. Der Prototyp wurde von der Blockchain Initiative Energie des EDNA Bundesverbandes entwickelt. items leitet die Gruppe „Technologie“ und war maßgeblich an dieser Entwicklung beteiligt.

+++++++ Die items GmbH feiert in diesem Jahr 20-jährigen Geburtstag. +++++++
Vom 15.05.19 – 16.05.19 findet das Jubiläums-Forum statt. Das items-Forum ist die jährliche IT-Kundentagung der items GmbH.

Über den IT-Dienstleister items:

Die items wurde 1999 als IT-Dienstleister für die Versorgungs- und Entsorgungswirtschaft sowie den ÖPNV gegründet und hat sich heute mit den Geschäftsfeldern IT-Operations, Beratung, Applikationsmanagement und Prozessdienstleistungen als Full-Service-Dienstleister in der Branche etabliert. Aus dem modular gestalteten Leistungsportfolio der items können die relevanten Leistungsbausteine zu einer individuellen, bedarfsorientierten Kundenlösung zusammengestellt werden. Bereits 80 Kunden werden heute über das Leistungsportfolio der items erfolgreich bedient. Aktuell betreut items für ihre Kunden über 180 SAP-Systeme aus vielen Bereichen des SAP-Produktportfolios. Weiterhin erbringt items neben dem Betrieb verschiedener branchenspezifischer Fachapplikationen auch die klassischen IT-Infrastruktur-Services für ihre Kunden. Ein hochstandardisiertes Leistungsportfolio bedient aktuell über 9.500 Anwender mit über 4,5 Mio. Zählpunkten auf den betreuten SAP-Systemen und dem IS-U Template „Billing4us”.

Silke Gärtner
Managerin Marketing & Corporate Communication

items GmbH | Hafenweg 7 | 48155 Münster | Postanschrift: Postfach 7609 | 48041 Münster
Fon: +49 251 2083 1301
www.itemsnet.de

Sitz der Gesellschaft: Münster
Geschäftsführer: Dipl.-Ing. Ludger Hemker
HRB 5491 des Amtsgerichtes Münster

items und Energieloft starten strategische Kooperation für beschleunigte Innovationen im Stadtwerkeumfeld

Münster/Aachen (11.01.2019)
Der auf die Versorgungswirtschaft spezialisierte IT-Dienstleister items GmbH aus Münster und das junge Innovationsnetzwerk Energieloft aus Aachen haben ihre strategische Kooperation bekannt gegeben. Gemeinsam wollen sie Stadtwerkeunternehmen den Zugang zu Technologien und Innovationen sowie deren Umsetzung in Form von Projekten, Produkten, Services und Geschäftsmodellen erleichtern.

Für Energie- und Versorgungsunternehmen ist es nicht leicht, im eigenen Unternehmen Innovationen voranzutreiben. Die vorhandenen Organisations- und Kommunikationsstrukturen lassen oft übergreifende Ideen und deren Umsetzung nicht zu. So ist es nicht verwunderlich, dass eine Studie der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel im vergangenen Jahr zu dem Ergebnis kam, dass die Energiebranche einen niedrigen Innovationsgrad aufweist. Hier gibt es Handlungsbedarf!

Es fehlt nicht am Willen – es fehlt an etablierten Werkzeugen, Prozessen und Strukturen, die ein strategisches Innovationsmanagement ermöglichen. Die bestehenden Organisationsstrukturen sind auf die Übernahme solcher Aufgaben nicht optimal vorbereitet und gewappnet. Hier wollen items als etablierter und langjährig erfahrener IT-Dienstleister für die Versorgungswirtschaft und das junge Innovationnetzwerk Energieloft ansetzen. Mit ihren auf Stadtwerke zugeschnittenen Beratungsangeboten und Servicelösungen unterstützen sie EVUs und Stadtwerke bei der Beschleunigung von Innovationen.

Innovationsideen sind ein wertvolles Gut. Energieloft und items wollen eine Umgebung entwickeln, die den wertschätzenden Umgang mit diesen Ideen gewährleistet. Stadtwerke sollen damit ihre bisher oft nicht erkannten, hervorragenden internen Potenziale identifizieren und erschließen können“, betont Ludger Hemker, Geschäftsführer der items GmbH, den Stellenwert der Kooperation.
Beide Partner bringen dazu ihre jeweiligen Kompetenzen ein. So begleitet items nun schon seit 20 Jahren viele Stadtwerke auf der IT-Seite in der kompletten Wertschöpfungskette. Das im Vergleich dazu recht junge, 2015 gestartete Unternehmen Energieloft verfügt mit seinem Innovationsnetzwerk hingegen über den direkten Zugang zur innovativen neuen Energiewelt.

Mit items haben wir einen optimalen Partner gewonnen“, zeigt sich Sven Pietsch, Geschäftsführer und Gründer von Energieloft über die Kooperation erfreut. „items teilt nicht nur unser Ziel, Innovationen insbesondere auch bei Stadtwerken zu beschleunigen, sondern ergänzt sich auch ideal komplementär zu unseren Stärken. Dadurch werden wir als Partner Stadtwerke im Bereich Innovationsmanagement noch besser unterstützen und begleiten können“, so Pietsch weiter.

Die Kooperation der beiden Unternehmen ermöglicht Stadtwerken, internen Ideen die notwendige Aufmerksamkeit zu schenken, professionell weiterzuentwickeln und mit Informationen aus der Branche und ggf. mit Unterstützung aus der Start-up-Szene zu veredeln. „Die ersten gemeinsamen Aktivitäten sind bereits angebahnt, daher freuen wir uns schon sehr auf die ersten Ergebnisse der Kooperation“, kündigt Energieloft-Gründer und CEO Sven Pietsch an.

Damit künftig Innovationen fester Bestandteil der Unternehmenskultur von Stadtwerken sind, arbeiten items und Energieloft gemeinsam an standardisierbaren Innovationsprozessen und -abläufen. Diese wiederum ermöglichen neue Produkte und Services, aus denen neue Geschäftsmodelle hervorgehen können. Auf die Weise können Stadtwerke nicht nur mit bevorstehenden Veränderungen in der Energiewelt Schritt halten, sondern sie auch gestalten. Für die entsprechende Weichenstellung stellen items und Energieloft durch Einbindung ihres technologischen, methodischen und organisatorischen Know-hows das organisatorische Fundament für Stadtwerke bereit.

items GmbH
Marcel Linnemann
+49251 2083 1114
m.linnemann@itemsnet.de

Energieloft (Innoloft GmbH)
Florian Feuer
+49 177 864 28 06
f.feuer@energieloft.de

Mit Blockchain zum autonomen Quartier

Vom Hype zum Realismus

Kaum eine Studie zum Thema Blockchain in der Energiewirtschaft vergeht, ohne dass eine vollständige Revolution der bisherigen Versorgungslandschaft angekündigt wird. Von der Ablösung der Rolle des Lieferanten bis zu der des Verteilnetzbetreibers, es gibt kaum eine Stufe in der Wertschöpfungskette, die angeblich nicht durch die Blockchain-Technologie verändert werden soll.

Zu Beginn des Jahres 2018 noch auf dem Höhepunkt des Gartner Hype Cycles, kehrt langsam Realismus in der Branche ein. Die Frage ist, welche Probleme wirklich mit der Blockchain gelöst werden können, denn bei der Blockchain handelt es sich um eine Technologie, die sich noch im Entwicklungsstadium befindet, auch wenn die Entwicklungsgeschwindigkeit rasant ist.

Die Vorteile einer sicheren dezentralen Datenbank verbunden mit der Funktionalität der Smart Contracts, welche die Basis für autonome, standardisierte Prozesse darstellen können, kann sicherlich ein interessantes Werkzeug für die Energieversorgungsbranche darstellen, welche die Herausforderungen einer dezentralen Energiewende realisieren muss.

Die Probleme von Morgen sind nicht mehr mit der Technologie von heute lösbar

Gerade bei der heutigen Marktentwicklung stellt sich die Frage, mit welcher Technologie die Herausforderungen der Energiewende gelöst werden können. So nimmt der Zubau Erneuerbarer Energien im Verteilnetz stetig zu. Bereits heute werden über 95% aller Anlagen dort installiert. Durch den zunehmenden Trend der Installation von Speichern und privater Ladeinfrastruktur wird es für den zuständigen Netzbetreiber immer schwieriger, sein Netz zuverlässig zu steuern. Verfahren von heute, bei denen die Regelung einzelner Assets manuell in der Netzleitstelle durch Anweisung des vorgelagerten Netzbetreibers erfolgt, werden bei der Vielzahl von Erzeugern und Verbrauchern auf einzelnen Netzsträngen in Zukunft nicht mehr möglich sein. Vielmehr ist eine Querschnittstechnologie erforderlich, die automatisiert, ohne menschliches Eingreifen, die Steuerung des Netzes übernimmt.

Diesbezüglich kann Blockchain, über die Funktionalität der Smart-Contracts, die geeignete Querschnittstechnologie darstellen. Private Walletboxen, die bislang gar nicht oder lediglich über Zeitschaltuhren gesteuert werden, könnten so beispielsweise automatisiert gesteuert werden, denn die meisten Netze sind nicht auf Basis eines Gleichzeitigkeitsgrades von 1 ausgelegt worden, damit alle Hausbesitzer zeitgleich um 17 Uhr ihr Elektromobil auftanken können. Ein Netzzusammenbruch könnte so verhindert werden.

Daneben würde die Blockchain-Technologie die Implementierung kleinteiliger, regionaler Geschäftsmodelle ermöglichen, um über den Energievertrieb neue Einnahmemöglichkeiten zu generieren. Geschäftsmodelle wie Mieterstrom oder Quartierlösungen erfordern ein anderes Vorgehen, als es heute beim üblichen Massenkundengeschäft der Fall ist.

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Der erste Pilot für die Vision von Morgen

Unter Berücksichtigung des Trends der komplexeren Netzsteuerung und der Entwicklung des Kunden zum Prosumer, kann es bereits heute Sinn machen, sich frühzeitig mit einem Piloten zu beschäftigen. Hierbei könnte ein Blockchain Mieterstrom-Share-Investing-Modell ein interessantes Projekt darstellen.

Das Ziel hierbei ist der Aufbau eines Mieterstromprojektes, bei dem die Mieter in die PV-Anlage investieren können. Abhängig vom Investment erfolgen Bilanzierung und Zuordnung des Eigenverbrauchs an die jeweiligen Parteien. Das Objekt wird vom EVU als Mieterstrombetreiber betrieben. Eine Verzinsung des Kapitals findet über einen Teil der Mieterstromzulage statt.

Statt wie bisher, haben Kunden nun die Möglichkeit, in neue Projekte zu investieren und von diesen direkt zu profitieren. Darüber hinaus profitiert der Kunde aktiv durch einen günstigeren Strompreis. Durch den Einsatz der Blockchain kann eine sachgerechte und transparente Bilanzierung des Eigenverbrauchs erfolgen, dem eingesetzten Investment gegenübergestellt werden und von jedem Akteur exakt nachvollzogen werden.

Der Feldtest umfasst eine intelligente, manipulationssichere Abrechnung, deren technologische Grundidee sich auch auf das Stromnetz übertragen lässt.

Durch den Anstieg von Assets sowohl im Bereich der Erzeugung als auch auf der Verbrauchsseite, Beispiel E-Mobility, ist eine automatische Interaktion der einzelnen Assets erforderlich. Hierfür ist insbersondere die Blockchain als Querschnittstechnologie geeignet. Durch einen Prototyp können bereits heute erste Szenarien für die Energiewelt von Morgen getestet werden. Der Prototyp kann darüber hinaus auch mit beliebigen Use-Cases wie einer intelligenten E-Ladesäule verknüpft werden. Durch einen Piloten wird die technische Grundlage für ein sich selbstverwaltendes und autonomes Quartier geschaffen, das skaliert werden kann.

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Der Gesetzgeber schafft die Grundlage mit dem EU-Winterpaket

Die Förderung dezentraler, autonomer Quartierslösungen soll nach dem Willen des Gesetzgebers deutlich stärker als bisher ausgebaut werden. Eine Grundlage soll das neue Liberalisierungspaket der EU, das EU-Winterpaket, darstellen. In der aktuell neu beschlossenen  Erneuerbaren Richtlinie in Artikel 21, ist eine Möglichkeit des Peer-to-Peer-Handels durch den Endverbraucher vorgesehen, bei dem dieser z. B. seinen überschüssigen Strom an seinen Nachbarn verkaufen könnte, ohne dass er die Rolle des Lieferanten einnehmen muss. Gleichzeitig sollen alle Umlagen für Mieterstromprojekte fallen, um so einen möglichst schnellen Ausbau zu ermöglichen. Die Richtlinie soll zum 01.01.2020 in Kraft treten, wobei die Umsetzung in nationales Recht bis Mitte 2021 zu erfolgen hat.

Durch die Schaffung eines rechtlichen Rahmens, der die regulatorischen Hürden für einen dezentralen Energiehandels senkt, verbunden mit einer finanziellen Subventionierung, könnte die Blockchain-Technologie ein realistisches Szenario darstellen. Ein Grund mehr, bereits heute mit dem ersten Piloten zu beginnen.

 

Marcel Linnemann

Innovationsmanagement

Marktkommunikation der Zukunft durch Blockchain

Wir sind Teil der Entwicklung der Blockchainlösung MaKoChain.

Es wird viel darüber diskutiert, was die Blockchain eigentlich kann. Sie soll die Zukunft drastisch verändern und den Energiewirtschaftsmarkt komplett auf den Kopf stellen.

Doch es wird viel über die Technologie geredet und noch zu wenig probiert. Um dies zu ändern, beteiligen wir uns, wie viele weitere Unternehmen unserer Branche, aktiv in der Blockchain-Initiative Energie (BCI-E), um erste Erfahrungen mit der Technologie zu sammeln.

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In diesem Zusammenhang haben wir gemeinsam einen Prototyp entwickelt, der einen Lieferantenwechsel über die Blockchain abbildet. Die MaKoChain soll dabei die heutigen Prozesse der Marktkommunikation wesentlich verschlanken.

MaKoChain

Bei der Entwicklung der MaKoChain wurden alle wesentlichen Voraussetzungen für die Entwicklung einer Blockchain beachtet:

  • Es werden gemeinsame Daten von mehreren Parteien sowohl erzeugt als auch verarbeitet.
  • Es lässt sich ein automatisiertes Trust-Verfahren einsetzen.
  • Für den Prozess sind keine zentralen Strukturen nötig.
  • Die dezentralisierte Validierung der Informationen ist möglich.

Die MaKoChain wurde gemeinsam von der BCI-Gruppe Technik entwickelt, die durch die items geleitet wird. Wer den Prototypen näher kennenlernen will, kann dies auf der E-world auf dem Stand des Fraunhofer-Institut IOSB-AST/DiCentral in Halle 3 (Stand 272) am 6. Februar um 15 Uhr tun.

Parallel dazu wird die MakoChain mit mehreren Nodes und Live-Szenarios auf der E-world vertreten sein, u. a. auch auf unserem Stand Halle 3 / Stand 445.

 

Kommen Sie uns besuchen und diskutieren Sie mit uns! Wir freuen uns auf Sie.