Bittner & Krull

Die Bittner+Krull Softwaresysteme GmbH ist mit ihren Argos-Produkten für Workforce-Management spezialisiert auf die Energie- und Wasserwirtschaft. Als Branchenexperte begleitet sie Messstellen- und Netzbetreiber auf dem Weg in die Digitalisierung. Sowohl in Massenprozessen wie Ablesung und Inspektion als auch in komplexen Prozessen wie der Steuerung von Dienstleistern und im Netzanschluss digitalisieren sie mit Argos die Prozesse und steigern Effizienz und Datenqualität. Mit dem Selbst¬verständnis, ein wichtiger Partner der Digitalisierungsstrategie zu sein, verfügt Bittner+Krull über eine große Expertise in der Integration komplexer Multi-System-Landschaften, um eine umfassende Ressourcenplanung, Disposition, Auftragsbe¬arbeitung bis hin zur mobilen Bearbeitung via App zu gewährleisten.

40-jähriges Dienstjubiläum – das ist selten!

Herr Osterfeld feierte am 01. August dieses Jahrs sein 40jähriges Dienstjubiläum.

40 Jahre? So lange gibt es die items doch noch gar nicht! Das stimmt.

Bei der items engagiert sich Herr Osterfeld seit dem 01.01.2008. Zunächst war er als Entwickler für Anwendungsformulare im SAP-IS-U Team unterwegs – dem einen oder anderen unserer Kunden vielleicht noch aus der Zeit der Einführung des B4US-Systemverbundes in Erinnerung. Anfang 2012 zog es ihn in das Team für Anwendungen und Prozesse im SAP-IS-U, um an zentraler Stelle an deren Weiterentwicklung des Abrechnungsbereichs bei der items mitwirken zu können. Wobei er nie aus den Augen verlor, dass die zentrale Prämisse sein muss, dass die Endkunden korrekte Rechnungen bekommen. Daran hat sich bis heute auch nichts geändert.

Vor seinem Einstieg bei der items GmbH war Herr Osterfeld bis Ende 2007 bei den Stadtwerken Osnabrück und dem IT-Dienstleister ITEBO beschäftigt. Mit der Übernahme des Betriebs und der Betreuung der IT-Systeme der SWO durch die items zum 01.01.2018 ging dann auch der Wechsel zur items einher. Daher zählt diese Zeit für das Dienstjubiläum mit und ist die Erklärung für das Erreichen eines 40-jährigen Dienstjubiläums bei der items.

Was verändert sich in 40 Jahren Berufserfahrung? Viel. Begonnen hat er seinen beruflichen Werdegang am 01.08.1979 (nein dies ist kein Druckfehler) mit seiner Ausbildung zum Industriekaufmann bei den Stadtwerken Osnabrück. Nach erfolgreichem Abschluss war er in verschiedenen Abteilungen der Kaufmännischen Verwaltung tätig, um schließlich in der Datenverarbeitung als „Konsoloperater“ (Berufsbild = Steuerung der damals eingesetzten Großrechner) eingesetzt zu werden. Später erfolgte dann der Wechsel in die Anwendungsprogrammierung.

Sein erstes größeres Projekt war 1993 die Umstellung der Postleitzahlen von 4 auf 5 Stellen. Die lustige, gelbe Hand aus den Postwerbespots mit dem Namen Rolf, findet er auch nach mehr als 20 Jahren immer noch nicht lustig. Disketten waren das non-plus-Ultra: riesen groß, aber es passten kaum Daten darauf. Sein damaliger Chef trat u. a. vehement für den Großrechner ein und PCs waren für ihn „Teufelswerk“. Die Nutzung von PCs war damals strengstens untersagt. Heute nicht mehr vorstellbar.

Es wurde um jedes Bit gekämpft, da Speicherplatz teuer war. Das wurde besonders zur Jahrtausendwende deutlich. Das Kalenderjahr wurde üblicherweise nur zweistellig (anstatt „1999“ oder „2000“ nur mit „99“ oder „00“) gespeichert. Damit konnte nicht mehr korrekt in den Programmen gearbeitet werden und es wurde befürchtet, dass nach dem Jahreswechsel nicht mal mehr eine Kaffeemaschine den morgendlichen Kaffee aufbrühen könnte. Alle IT-Anwendungen mussten somit im Vorfeld geprüft und ggf. abgelöst werden. Der 01.01.2000 war trotz allen Erwartungen dann ein ganz normaler Jahresanfang und die Tage danach blieben unerwartet ruhig.

Die 40 muss man erst einmal knacken! Schön, dass Herr Osterfeld immer noch bei uns ist!

Gaby Kortum | Bereichsleiterin IT Operations

Was ist Ihr Lieblingszitat?

 „The most difficult thing but an essential one – is to love life, to love it even while one suffers.” (Leo Tolstoy)

 Wenn Sie drei Wünsche frei hätten: Welche wären es?

  1. Drei bis vier Lebenszyklen zusätzlich (er)leben zu dürfen. Eine Lebensbahn ist viel zu kurz um die Möglichkeiten, die der Mensch hat auszuschöpfen. Mein Wunsch wäre es verschiedene Berufe auszuprobieren, Sprachen zu lernen, kreativ zu arbeiten oder Autorin zu sein.
  2. In meinem nächsten Leben möchte ich der Wind sein und überall hinfliegen – der Frühlingswind, ein Wüstensturm und eine laue Sommerbrise
  3. Dass die Menschheit friedlich und im Einklang mit der Natur lebt

Was darf in Ihrem Kühlschrank niemals fehlen?

Mein Kühlschrank darf immer leer sein.

Wenn Sie drei geschichtliche Personen zum Essen einladen könnten, welche wären das?

  1. Siddharta Gautama (Buddhist)
  2. Laozi (chinesischer Philosoph)
  3. Marija Gimbutas (Prähistorikerin und Anthropologin)

Geben Sie Ihr Geld lieber für materielle Dinge oder Erlebnisse aus?

Erlebnisse!

items und Digimondo bündeln Kompetenzen

Erprobte IoT-Technologie und operative Umsetzung ergänzen einander in erfolgreichen Digitalisierungsprojekten. Auf dieser Erkenntnis beruht die Kooperation des IoT-Software-Unternehmens digimondo aus Hamburg und dem IT-Dienstleister items aus Münster. Bereits zehn Stadtwerke betreuen die Partner schon gemeinsam.

Beide Unternehmen sind Experten in den sich komplementierenden Geschäftsfeldern IoT-Software und IT-Services. Die items GmbH ist ein leistungsstarker IT-Full-Service-Dienstleister mit 300 Mitarbeitern, der seit 20 Jahren für die Versorgungswirtschaft und für den ÖPNV arbeitet. Durch die Kooperation mit dem IoT-Software-Provider digimondo GmbH werden umfassende Kompetenzen für die Digitalisierung des kommunalen Raums gebündelt.

Ausführlichere Informationen finden Sie im Artikel der ZfK.

items und Digimondo bündeln Kompetenzen

Erprobte IoT-Technologie und erfahrene, operative Umsetzung ergänzen einander in erfolgreichen Digitalisierungsprojekten. Auf dieser Erkenntnis beruht die Kooperation des IoT-Software-Unternehmens digimondo aus Hamburg und dem IT-Dienstleister items aus Münster. Bereits zehn Stadtwerke betreuen die Partner gemeinsam.

Beide Unternehmen sind Experten in den sich komplementierenden Geschäftsfeldern IoT-Software und IT-Services. Die items GmbH ist ein leistungsstarker IT-Full-Service-Dienstleister mit 300 Mitarbeitern, der seit 20 Jahren für die Versorgungswirtschaft und für den ÖPNV arbeitet. Durch die Kooperation mit dem IoT-Software-Provider digimondo GmbH werden umfassende Kompetenzen für die Digitalisierung des kommunalen Raums gebündelt.

Lesen Sie mehr zur IoT-Kooperation im Artikel der Energie und Management.

Quo vadis, items?

Wohin die weitere Unternehmensreise in der IT- und Digitalisierungswelt der Energiewirtschaft und des Öffentlichen Nahverkehrs geht, gibt es in kurzen und knackigen Bildern in unserem neuen Unternehmensportrait zu sehen. Viel Spaß und Inspiration beim Ansehen!

https://www.youtube.com/watch?v=qf5tPXvPVaI

Na? Schon neugierig?

In diesem Jahr erwartet Sie Besonderes auf dem items-Forum. items wird ZWANZIG Jahre jung.

Ein Grund mehr, mit Ihnen auf unserer jährlichen Fachtagung zu feiern und tiefgründig auf die Themen zu blicken, welche die digitale Transformation unserer Zeit bereithält.

Veränderung zu leben heißt auch, Mut zu zeigen und offen neuen Herausforderungen ins Auge zu blicken. Das macht man am Besten im Austausch mit Menschen, die ganz ähnliche Anforderungen im täglichen Umgang mit den neuen digitalen Technologien haben und die aufgeschlossen sind, sich auszuprobieren und über Pro und Contra zu diskutieren.

Mit unseren thematischen Schwerpunkten aus den Bereichen Innovation, E-Mobilität, künstlicher Intelligenz, SAP und Office-Solutions geben wir unseren Gästen die Möglichkeit, sich punktuell zu informieren und live am Wissenstransfer teilzunehmen. Wir richten unseren Fokus auf die Fragestellungen, mit welchen Technologien sich das Stadtwerk von Morgen agil und nachhaltig entwickeln kann und wie neue Produkte und Prozesse zu flexiblen Lösungen der modernen Arbeitswelt für Mitarbeiter beitragen können.

Genießen Sie das alles in bester Gesellschaft!

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

In wenigen Tagen erhalten Sie Ihre Einladung direkt in Ihr Postfach.

Alle Infos unter: www.itemsforum.de

Agiliät – hippes Schlagwort oder solides Werkzeug?

Der Grundgedanke von Agilität ist alt: 1943 erhielt Kelly Johnson, ein Konstrukteur eines US-amerikanischen Rüstungs- und Technologiekonzerns, den Auftrag, in 180 Tagen einen neuen Kampfjet zu bauen. Ein scheinbar unmöglicher Auftrag. Johnson ließ seine Experten selbstorganisiert arbeiten, schirmte sie von bürokratischen Störungen ab und brachte sie in Kontakt mit den späteren Nutzern,- den Piloten. In erstaunlichen 143 Tagen war die P-80 Shooting-Star fertig entwickelt. Intuitiv wurden dabei agile Werte und Prinzipien angewendet.

Warum gewinnt dieses alte Thema seit einigen Jahren so sehr an Popularität?

Die Antwort ist genauso komplex wie die Strukturen, in denen wir uns befinden:

  • Unsere Arbeitswelt hat sich gewandelt. Sie verändert sich schneller und disruptiver. Langwierige Lastenheft- und Pflichtenheftphasen zum Beispiel, sind hier die schon lange die falsche Antwort.
  • Zudem ist unsere Welt komplexer geworden und Prognosen lassen sich nur mit wachsender Unsicherheit aufstellen. Aus diesem Grund muss mehr experimentiert werden, es muss intensiver kommuniziert werden, außerdem muss man sich bewusst auf Kurswechsel und Scheitern einstellen.
  • Kunden sowie Dienstleistern fällt es in einer unbeständigen Umwelt besonders schwer, Anforderungen langfristig zu definieren, zu planen und umzusetzen. Klassischerweise wird in Projekten in der Softwareentwicklung nach dem Wasserfallmodell vorgegangen. Das lineare Vorgehensmodell basiert auf aufeinander folgenden Projektphasen mit vordefinierten Start- und Endpunkten. Ergebnisse einer Phase gehen wie bei einem Wasserfall als bindende Vorgaben für die nächsttiefere Phase ein. Am Ende einer langfristigen Planung nach dem Wasserfallmodell haben sich die Anforderungen des Kunden in einer dynamischen Umwelt bis zur Fertigstellung bereits verändert. Auch dies spricht gegen Wasserfallmodelle und für iterative Vorgehensweisen.
  • Die aktuell auf den Arbeitsmarkt strömende Generation Y (geboren zwischen 1980 und 2000), auch Millennials genannt, stellt besondere Ansprüche an Unternehmen. Die durch ein hohes Bildungsniveau gekennzeichnete Generation Y, legt neben einer gesunden Work-Life-Balance, besonderen Wert auf Selbstverwirklichung in eigenverantwortlichem Arbeiten. MitarbeiterInnen fordern zunehmend mehr Eigenverantwortung und weniger Hierarchien.

Was steckt aber konkreter hinter dem populären Schlagwort?

Agilität ist mehr als eine einzelne agile Methode, wie Scrum oder Kanban. Agilität (im Unternehmenskontext) ist ein Mindset, bestehend aus agilen Werten und Prinzipien, welches Unternehmen dazu befähigt, sich schnell an verändernde Umwelteinflüsse anzupassen. Die vier Werte und 12 Prinzipien wurden 2001 im agilen Manifest durch Vertreter unterschiedlicher agiler Methoden festgehalten.

Eines der 12 Prinzipien setzt auf die regelmäßige Auslieferung funktionierender Software innerhalb kurzer Zeitspannen, idealerweise innerhalb weniger Wochen.
Das Produkt wird also in kleine, auslieferbare Teilfunktionen heruntergebrochen und kann dem Kunden nach kurzer Zeit präsentiert werden. Der Kunde ist intensiver in den Entwicklungsprozess eingebunden und kann zeitnah Feedback zu der Funktion geben. Auf Feedback kann schon im nächsten Entwicklungszyklus reagiert werden.
Im Vergleich dazu ist es bei konventionellem Vorgehen, bei dem erst nach einem langen Zeitraum ein großes Produkt ausgeliefert wird, schwierig Feedback umzusetzen.
Ein Fehler im Fundament beispielsweise,  ist dann möglicherweise überhaupt nicht mehr zu beheben. Bei einem agilen Vorgehen sind durch die Einbindung des Kunden und sein zeitnahes Feedback die Kosten für Veränderungen jedoch deutlich geringer und eine Kursänderung oft überhaupt nur möglich. Zudem wächst das gemeinsame Verständnis von Dienstleister und Kunden im Laufe einer solchen intensiven Zusammenarbeit.

Wenn agile Werte und Prinzipien gelebt werden, wirken sie sich auf alle Bereiche eines Unternehmens aus. Durch iterative Prozesslandschaften mit kurzen Planungszyklen können Produkte schnell und in enger Abstimmung mit dem Kunden ausgeliefert werden. An Stelle von Silostrukturen treten kundenorientierte Netzwerkstrukturen. Agile Unternehmenskulturen sind von Transparenz, Dialog, Vertrauen und eine konstruktive Fehlerkultur geprägt. Zusammenfassend sind agile Unternehmen enger an Kunden und Mitarbeitern orientiert. Die Einführung von Agilität erfordert langfristig kontinuierliche Veränderungen der Strukturen, Prozesse, Führung, HR-Instrumente und der Unternehmenskultur. Dies erklärt auch, warum Agilität im Zusammenhang mit vielen Bereichen genannt wird. Man erhält den Eindruck, alles und jeder müsse nun agil sein.

Muss nun jeder auf den Agilitäts-Zug aufspringen?

Jein! Agilität ist kein Selbstzweck, sondern dient dazu, wirtschaftlich in einer von Veränderungen geprägten Umwelt zu überleben. Unternehmen, die in einer beständigen Umwelt arbeiten, können getrost an ihren konventionellen Strukturen festhalten.
Auch für Projekte, bei denen das Ziel und die Werkzeuge klar sind, ist das Wasserfallmodell nach wie vor richtig. In einer turbulenten Umwelt kann es aber zunehmend sinnvoll sein, vom großen Tanker auf ein wendigeres Boot umzusatteln. Wie wendig das Boot sein muss, das wird vom Gewässer abhängen und die Zeit zeigen. In jedem Fall lohnt es sich, dem Schlagwort Agilität aus der jeweiligen Unternehmensperspektive auf den Grund zu gehen. Denn dahinter steckt ein interessanter Ideen- und Methodenkoffer mit viel Potenzial für neue Ansätze.

 

Über die Autorin
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Anne Kramer Foto
Anne Kramer studierte Betriebswirtschaft an der FH Münster und schrieb ihre Bachelorarbeit für die items zum Thema „Roadmap zu einer agilen Unternehmensorga
nisation“.

Seit Januar 2019 verstärkt sie als Projektleiterin das Projektmanagementteam und wird die Implementierung von Agilität bei der items vorantreiben.